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Agglomerat

Im Gegensatz zum Konglomerat be­sitzt das tech­ni­sche Agglomerat ei­ne ei­ni­ger­ma­ßen gleich­mä­ßi­ge Granulat‐ bzw. Korngröße. Bei der Herstellung un­ter­schei­det man all­ge­mein zwi­schen Press‐ und Aufbauagglomerationsverfahren. Beispiele für die Pressagglomeration sind al­le Verfahren zur Tablettenherstellung. Im Gegensatz da­zu gibt es die Aufbauagglomeration. Beispiele hier­für sind Verfahren zur Herstellung von ex­plo­die­ren­den Farbkugeln für Knallkörper. Bei Pigmenten (die bei der Herstellung ge­fällt und ge­trock­net wer­den) spricht man dann von Agglomeraten, wenn sich nur Ecken und Kanten be­rüh­ren, nicht je­doch Flächen. Anders als Aggregate kön­nen Pigmentagglomerate beim Dispergieren in die Primärkörner zer­klei­nert wer­den. In der Metallurgie, der Herstellung von Keramik oder der Kunststoffverarbeitung wer­den Agglomerate aus me­tal­li­schen, mi­ne­ra­li­schen oder Kunststoff‐Pulvern durch Trocknung in ei­ner Form oder die Anwendung von Pressdruck vor­be­rei­tet und durch Erhitzung un­ter­halb des Schmelzpunktes zu­sam­men­ge­fügt (Sintern).